Bremer Atheisten- und Freidenker-Union (BAFU) präsentiert

Heidenspass Festival
23.05.2009 • Schlachthof Bremen

Extrabreit

Rolando Random & The Young Soul Rebels • Sixxxten
Dogs On Catwalk


Ende Mai 2009: Ganz Bremen ist von Gläubigen belagert! ...Ganz Bremen? Nein!!!
Im „Schlachthof“ versammeln sich Konfessionslose und Atheisten um der Übermacht zu trotzen und gegen die Subventionierung des Kirchentages durch öffentliche Steuergelder ein Zeichen zusetzen. Zu diesem Zweck veranstaltet die Bremer Atheisten- und Freidenker-Union (BAFU) das HEIDENSPASS-Festival am Sa., den 23.Mai. Mit einer Kinder-Party und je einem Vortrag und einer Lesung. Außerdem spielen am Abend 4 Bands in der Kesselhalle und ein Ableger einer renommierten Bremer Discoreihe gestaltet die After-Show-Party.

Programm:


Bands:

Extrabreit [www.die-breiten.de]
Extrabreit

Sie verspotteten die Polizei, zündeten die Schule an und besangen düster den Tod des Präsidenten. Sie ließen auf Partys den Flieger abheben, wollten Annemarie ficken, beschworen die Wonnen der Kleptomanie und die Abgründe des Kokains: Ende der 70er entdeckten fünf Jungs aus Hagen die Schönheit der 3-Minuten-Gitarrenhymne mit rotzig-subversiven Texten und eroberten bald darauf damit die Charts: EXTRABREIT, die Erfinder des deutschen Pop-Punks.

Dafür wurden sie von renitenten Teenagern heiß geliebt und von der Musikkritik als NDW-Spaßkapelle verschrien, von Franz-Josef-Strauß‘ Bayrischem Rundfunk verboten und von der Punk-Avantgarde als Abzocker angefeindet. Schon in den 80ern waren Extrabreit eine ebenso umstrittene wie legendäre deutsche Band und im Jahr 1982 mit zwei Goldenen Schallplatten auch die erfolgreichste.. Das ist zwar alle ganz schön lange her, doch von Altersschwäche sind die Jungs um Sänger Kai Havaii auch nach 30 Jahren meilenweit entfernt und verwandeln die Konzertsäale in brodelnde Party-Gruben. Spontan nach einem Produkt der Marke Edding benannt betrachteten Sie sich seit jeher ehr als Punk-Band, der die Neu Deutsche Welle Anfang der 80er zu größeren Erfolg verhalf O-Ton: „Ja, wir haben den Scheiß eben mitgemacht“.

Das EXTRABREIT sich jedoch nicht auf den Lorbeeren ihrer NDW-Erfolge ausruhen beweist das im Mai letzten Jahres erschienene Album „Neues von Hiob“. Und Im Sommer 2009 erscheint das gemeinsame Konzert mit dem Philharmonischen Orchester Hagen auf CD und DVD.

Rolando Random & The Young Soul Rebels [www.youngsoulrebels.de]
Rolando Random & The Young Soul Rebels

Die Berliner Rolando Random & The Young Soul Rebels sind nicht nur namensmäßig dem Trend so weit hinterher, dass sie schon wieder ganz vorne sind: Die Band um den Exil-Bremer Rolando kombinieren den britischen Punk-Rotz der späten 70er mit extrem tanzbaren Ska-, Reggae- und Mestizo-Rhythmen. Dass die Herren schon länger im Geschäft sind und selber mächtig Spaß bei der Sache haben, merkt man an ihrer sympathischen Bühnenpräsenz. Breitbeinig, respektlos und mit viel Selbstironie spielen sie sich durch's abwechslungsreiche Programm. Und dann sind da noch diese Refrains, die immer wieder dazu einladen, die Fäuste zu schwingen und lauthals mitzusingen … I'm in the mood for a riot, baby!

Ein Motto, welches durchaus wörtlich zu nehmen ist, spielten sie doch beim letztjährigen Myfest in Berlin auch gnadenlos weiter, als es 50m vor der Bühne zu Ausschreitungen mit der Polizei kam.

Sixxxten [www.myspace.com/sixxxten]
Sixxxten

Die Hamburger Gossen-Rocker SIXXTEN scharen sich um niemand anderen als den gleichnamigen Gitarristen der auch schon für die Bremer Punkrock-Legende „Mimmi’s“ in die Saiten schrammte. Auf St.Pauli sammelte er dann 3 vollgekotzte Strassenrocker ein und schenkte der Welt eine rotzige und respektlose Version der Hives und anderer Skandinavien-Rocker und um sicher zugehen, dass das hiesige Publikum die ganzen Gemeinheiten auch versteht intoniert er das ganze in deutscher Sprache.

Im Mai nun kommt die Debüt-Scheibe der bekennenden Prolls mit dem vielsagenden Titel „Jugend Violencia“ in die Läden und im Schlachthof möchte Hamburg das zurückgeben was es (völlig ungefragt) von Bremen bekam.


Dogs on Catwalk [www.dogsoncatwalk.com]
Dogs on catwalk

Der Bandname der neuen Bremer Lokalhelden DOGS ON CATWALK beinhaltet alles was die Band ausmacht. „Wir spielen gerne mit Klischees, mit schwarz und weiss Kategorien. Glanz vs. Dreck, Gitarre vs. Elektronik, Verzweiflung vs. Erniedrigung, Punk vs. Pop. Ein Hund hat nun mal nichts auf dem Laufsteg verloren und genau das macht es so spannend – alles kann passieren!“ Die Beats euphorischer Clubnächte treffen auf verstörende Texte, zerstörende Gitarren und hymnische Melodien für die guten Momente im Leben. „Unsere Songs decken viele verschiedene Genres ab. Wir alle lieben den Punk der späten 70er und frühen 80er. Darüber hinaus sind wir fasziniert von den einfachen, tanzbaren Melodien und Beats der frühen Wave Szene. Wir versuchen aber erst gar nicht so zu klingen, wir bedienen uns viel mehr der Mittel um unseren eigenen Sound zu kreieren.“

Einlass: 18 Uhr • Beginn 19 Uhr | VVK: 15,00 € • AK: 17,00 € | Tickets über TSC Eventim und Nordwest-Ticket


Bremer Atheisten- und Freidenkerunion
Andreas Beyer
Deichbruchstr. 42
28207 Bremen
Tel. +49 172 43 22 47 7
E-Mail: atheist.bremen@yahoo.de